Umdenker seit 1989

Schritt für Schritt entwickelte sich Ecoo im Laufe der Jahre von einem Konversionsprojekt zu einem Vorreiter der Kreislaufwirtschaft.

In den 1980er-Jahren schlossen die letzten Bergwerke in Limburg. Um Arbeitsplätze zu erhalten und technologisches Know-how zu sichern, wurden mehrere Konversionsprojekte ins Leben gerufen. In dieser Zeit dominierte die Konsumgesellschaft, die durch die zunehmende Anzahl von Kunststoffverpackungen zu einem wachsenden Abfallberg führte. Gleichzeitig nahm das ökologische Bewusstsein zu. Die Lösung laut den Gründern von Ecoo: Bürgerinnen und Bürger darin zu schulen, ihren Haushaltskunststoffabfall zu sortieren und anschließend zu recyceln.

Die Stadt Hasselt als Pilotprojekt

1989 begann der Bau der ersten Recyclinglinie, und die Stadt Hasselt sammelte über mehrere Jahre hinweg ihre Kunststoffabfälle. Sobald ausreichende Mengen gesammelt waren, wurden die ersten Tests durchgeführt. Nach und nach wurde die Sammlung von Haushaltsrestkunststoffen auf die gesamte Provinz ausgeweitet und die Recyclingtechnologie weiterentwickelt.

Von Beringen nach Houthalen

Die Sammlung von Haushaltsrestkunststoffen dehnte sich stetig über die Grenzen Limburgs hinaus aus. Die verfügbare Recyclingkapazität musste erweitert werden, und im Jahr 2000 erfolgte der Umzug zum heutigen Standort in Houthalen. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Recyclingkapazität durch den Bau einer vollwertigen Recyclinglinie auf 5.000 Tonnen pro Jahr erhöht. Im Jahr 2010 wurde die maximale Recyclingkapazität von 10.000 Tonnen erreicht und eine zweite Recyclinglinie errichtet, wodurch die Kapazität auf 22.000 Tonnen pro Jahr stieg.

Rosa, grüner oder blauer Sack?

Immer mehr interkommunale Zusammenschlüsse entschieden sich dafür, Haushaltsrestkunststoffe getrennt zu sammeln. Auf diese Weise wurde das Volumen des Restabfalls reduziert und mehr Kunststoffabfall konnte recycelt werden. Jede Region führte ihr eigenes System ein. In der Region Leuven wurde der rosa Sack eingeführt, während IOK in der Region Kempen den grünen Sack einführte.

Nationale Sammlung von Haushaltsrestkunststoffen

Im Jahr 2019 wurde der neue blaue Sack eingeführt. Seitdem dürfen alle Haushaltsrestkunststoffe darin sortiert werden. Auf diese Weise werden 8 Kilogramm Restabfall vor der Verbrennungsanlage bewahrt und zusätzlich recycelt. Am Standort Houthalen wird eine dritte Waschanlage gebaut und die Recyclingkapazität entwickelt sich weiter auf 30.000 Tonnen.

Mehr üben den neuen blauen Sack

Zurück zu den Wurzeln

Durch die Einführung des neuen blauen Sacks wachsen wir erneut. Ab 2022 kehren wir dorthin zurück, wo alles begann. Während wir in Houthalen gemischte Restkunststoffe zu Gartenprodukten verarbeiten, gehen wir in Beringen einen Schritt weiter. An diesem zweiten Standort starten wir mit dem Recycling von PE-Folien zu Folien. Aus Ihren Folienverpackungen stellen wir erneut Folienanwendungen wie Müllsäcke her. Ein Niveau höher als in Houthalen, ein weiterer Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft. Die Qualität der recycelten Rohstoffe nähert sich der von Neuplastik an.

Ein offenes System von Umdenkern

Eine nachhaltige Zukunft zu schaffen, gelingt nicht allein. Ein Ökosystem, das uns durch Verantwortung verbindet, basierend auf Partnerschaften, die sich gegenseitig stärken, und auf geteiltem Wissen, das uns voranbringt. So übernehmen wir die Führungsrolle in der Kreislaufwirtschaft. Mit Umdenken als Grundlage. Vom Gegebenen zur Lösung. Von der Tatsache zur Möglichkeit. Produkt wird Rohstoff, wird Produkt, wird Rohstoff. So verändern wir heute die Perspektive und schließen den Kreis erneut.